Honigtorte „Winni Puch“: beliebte hausgemachte sowjetische Torte

Honigtorte "Winni Puch" Rezept

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Die Honigtorte „Winni Puch“ stammt noch aus der Sowjetzeit und zählte damals zu einem der beliebtesten hausgemachten Kuchen. Sie besteht aus einem fluffigen Honigteig und einer zarten Schmandcreme. Walnüsse verleihen der Torte zusätzlich eine besondere Geschmacksnote.

Du kannst den Honigkuchen, der nach dem berühmten sowjetischen Trickfilm genannt wurde, einfach aus gewöhnlichen Zutaten selber machen. Ein ausführliches Rezept für die Honigtorte „Winni Puch“ mit genauen Mengenangaben und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier ganz unten.

Was bedeutet der Tortenname?

„Winni Puch“ ist ein sowjetischer Trickfilm, der durch die Nacherzählung der Bücher vom englischen Schriftsteller Alan Alexander Milne entstanden ist. In der UdSSR gehörte er zu den Klassikern der Zeichentrickfilme. Unter sowjetischen Kindern war der Bär Winni Puch aus dem Trickfilm sehr beliebt.

Die Geschichte der Honigtorte „Winni Puch“ ging leider verloren. Niemand weiß, wer den Kuchen erfunden hat. Auch warum er so genannt wurde, ist unbekannt. Weil aber die Hauptfigur – der Bär Winni Puch – aus dem sowjetischen Trickfilm so gerne Honig gegessen hat, kann man wohl vermuten, warum die Honigtorte so heißt.

Honigtorte "Winni Puch" selber machen

Beliebte hausgemachte sowjetische Torte

Die Honigtorte „Winni Puch“ gehörte zu den beliebtesten sowjetischen Kuchen, die aber nicht in Konditoreien und Kantinen angeboten, sondern zu Hause zubereitet wurden. Jede Hausfrau hatte damals sein eigenes Rezept für die Torte „Winni Puch“, das sie behutsam in ihrem handgeschriebenen Rezeptheft aufbewahrte. Dabei unterschiedenen sich diese Rezepte hauptsächlich nur in Kleinigkeiten.

Da es sich dabei um einen Honigkuchen handelt, besteht er aus einem Honigteig. Als Creme bereitet man entweder eine klassische Schmandcreme, eine Schmand-Sahne-Creme, eine Schmand-Butter-Creme oder eine Schmand-Quark-Creme zu. Manchmal wird die Torte noch mit Nüssen verfeinert.

Rund statt rechteckig

Meine Honigtorte „Winni Puch“ habe ich rechteckig gemacht. Diese Variante ist etwas schneller in der Zubereitung, als wenn man die Torte rund macht. Denn dabei habe ich sozusagen zwei Tortenböden auf einmal ausgerollt und gebacken. Insgesamt habe ich vier große Tortenböden gemacht und sie dann jeweils  in zwei Teile geschnitten.

Genauso habe ich es übrigens mit den Tortenböden für die armenische Torte „Ptitschka“ gemacht. Nur habe ich da drei statt vier große Tortenböden gebacken.

Natürlich kannst du die Tortenböden rund ausrollen. In diesem Fall teilst du den Teig in etwa 7 – 8 Stücke, abhängig davon, wie groß im Diameter und wie hoch du die Torte haben willst. Jedes Teigstück rollst du dann aus, schneidest einen Kreis daraus aus und backst ihn. Die gebackenen Teigreste zerkleinerst du zu Bröseln.

Honigkuchen mit Nüssen

Alternative Creme-Ideen für Honigtorte „Winni Puch“

Statt der Schmand-Butter-Creme kannst du für die Honigtorte „Winni Puch“ eine Schmand-Sahne-Creme zubereiten. Dafür nimmst du Sahne und Schmand etwa im Verhältnis 1:1 oder 2:3. Sahne und Schmand müssen dabei kalt sein. Die beiden Zutaten schlägst du zusammen mit Puderzucker cremig auf.

Auch mit der klassischen Schmandcreme schmeckt die Honigtorte „Winni Puch“ köstlich. Für die Creme verrührt du einfach Schmand und Puderzucker. Die Menge an Puderzucker bestimmst du dabei nach Geschmack.

Außerdem ist die Torte mit einer Schmand-Quark-Creme sehr lecker. Quark und Schmand verrührst du mit Puderzucker einfach zusammen. In Russland verwendet man statt Quark Tworog. Tworog musst du vorher pürieren.

Mit Nüssen oder ohne?

Ich habe die Honigtorte „Winni Puch“ mit gerösteten Walnüssen verfeinert. Damit hat sie zusätzlich eine nussige Geschmacksnote.

Statt Walnüsse kannst du andere Nüsse nehmen. Experimentiere zum Beispiel mit Erdnüssen, Haselnüssen oder Pistazien und erzähle mir über deine Erfahrungen in einem Kommentar hier unten. Wichtig ist, dass du die Nüsse vorher röstest. So schmecken und duften sie am besten.

Die Honigtorte „Winni Puch“ schmeckt aber auch ohne Nüsse köstlich. Du kannst sie im Rezept einfach weglassen.

Hausgemachte sowjetische Torte

Tortenböden am Vortag backen

Die Honig-Tortenböden für die „Winni Puch“ kannst du bereits am Vortag backen. Über Nacht lagerst du sie einfach bei Zimmertemperatur. Am nächsten Tag musst du dann nur die Creme fertig machen und die Torte zusammensetzen.

Schmeckt am besten erst am nächsten Tag

Genauso wie die klassische Medovik Torte oder auch viele andere russische Torten schmeckt die Honigtorte „Winni Puch“ erst am nächsten Tag am besten. Über Nacht kann sie im Kühlschrank gut durchziehen und abkühlen. Bereite sie also am Vortag vor dem Servieren zu.

Die Honigtorte „Winni Puch“ bleibt auch mehrere weitere Tage lecker und frisch. Jeden Tag schmeckt sie sogar noch besser als am Tag davor. So kannst du sie über einige Tage genießen.

Die Honigtorte „Winni Puch“ ist

  • fluffig,
  • cremig,
  • zart,
  • nussig,
  • weich,
  • mäßig süß,
  • unheimlich lecker,
  • aromatisch,
  • einfach aus gängigen Zutaten selber zu machen,
  • perfekt für eine Teerunde mit der Familie oder für eine Party,
  • aus der Sammlung sowjetischer hausgemachter Kuchen.

Sowjetische Honigtorte "Winni Puch"

Einfaches Rezept für Honigtorte „Winni Puch“

Das Rezept für die Honigtorte „Winni Puch“, das du hier weiter unten in der Rezept-Box findest, ist ziemlich einfach. Das Einzige, was mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, ist das Ausrollen und das Backen der mehreren dünnen Tortenböden.

Dagegen ist die Tortencreme blitzschnell fertig. Dafür musst du nur die Zutaten cremig aufschlagen.

Dann setzt du aus den Tortenböden und der Creme nur noch die Torte zusammen und lässt sie im Kühlschrank über Nacht durchziehen.

Honigtorte „Winni Puch“ selber machen: Tipps und Tricks

  • Die im Rezept angegebene Mehlmenge für den Teig kann abweichen. Füge portionsweise soviel Mehl hinzu, bis ein weicher Teig entsteht.
  • Alkohol für den Teig kannst du weglassen.
  • Die Puderzuckermenge für die Creme kannst du nach Geschmack anpassen.
  • Als Vanille für die Creme geht unter anderem Vanilleschote** ausgekratzt, Vanillezucker oder Vanilleextrakt.
  • Am besten schmeckt die Torte erst am nächsten Tag und die darauf folgenden Tagen nach der Zubereitung. Du solltest sie deswegen mindestens einen Tag vor dem Servieren fertig machen.

Hast du die Torte „Winni Puch“ nach diesem Rezept selber gemacht? Ich freue mich auf dein Ergebnis, deine Sternen-Bewertung und deinen Kommentar hier weiter unten, wie dir der beliebte sowjetische Honigkuchen gelungen und geschmeckt hat.

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Honigtorte "Winni Puch" Rezept

Honigtorte "Winni Puch"

Die Honigtorte "Winni Puch" stammt noch aus der Sowjetzeit und zählte damals zu einem der beliebtesten hausgemachten Kuchen. Sie besteht aus einem fluffigen Honigteig und einer zarten Schmandcreme. Walnüsse verleihen der Torte zusätzlich eine besondere Geschmacksnote. Mit diesem Rezept kannst du den Honigkuchen, der nach dem berühmten sowjetischen Trickfilm genannt wurde, einfach aus gewöhnlichen Zutaten selber machen.
Vorbereitungszeit 1 Std.
Zubereitungszeit 20 Min.
Kühlzeit 8 Stdn.
Gericht Nachspeise
Land & Region Russisch, Sowjetisch
Portionen 14

Zutaten
  

für den Teig

  • 100 g Honig**
  • 100 g Butter
  • 180 g Zucker**
  • 2 Eier
  • ca. 510 g Mehl**
  • 8 g Speisesoda** (Natron)
  • 1 EL Rum (Cognac oder Likör)
  • 1 Prise Salz
  • Mehl für die Arbeitsfläche

für die Creme

  • 770 g Schmand
  • 90 g Butter zimmerwarm
  • 120 g Puderzucker**
  • Vanille
  • 100 g Walnüsse geröstet und grob gehackt

Anleitungen
 

Zubereitung des Teiges

  • Gib in Stücke geschnittene Butter, Zucker und Salz in einen kleinen Kochtopf mit dickem Boden und erhitze es bei schwacher Hitze unter Rühren, bis die Butter geschmolzen ist. Bringe die Masse danach weiterhin bei schwacher Hitze unter Rühren zum Kochen und köchele sie ca. 5 Minuten, bis sie leicht angedickt ist.
  • Nimm die Butter-Zucker-Masse vom Herd, gib Honig, Speisesoda und Rum dazu und verrühre es. Stelle die Masse wieder auf den Herd und erhitze (nicht kochen!) sie bei schwacher Hitze unter Rühren ca. 5 Minuten, bis sie ein sehr helle Karamellfarbe bekommt.
  • Nimm die Honigmasse vom Herd und lass sie auf warm abkühlen.
  • Rühre Eier der Honigmasse unter.
  • Gib portionsweise Mehl dazu und knete es kurz zu einem sehr weichen Teig.
  • Teile den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in vier gleich große Stücke, wälze jedes Teigstück in Mehl und rolle es jeweils auf einem Blatt Backpapier dünn zu einem je ca. 30 cm x 38 cm großen Rechteck aus (etwa auf die Größe eines Backblechs).
  • Rolle auch die dabei entstandenen Teigreste dünn aus.
  • Backe die vier dünnen Tortenböden nacheinander im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze jeweils ca. 5 Minuten, bis sie eine helle goldbraune Farbe bekommen.
  • Solange der jeweilige Tortenboden noch warm ist, schneide ihn vorsichtig in zwei gleich große Teile. Lass die 8 Tortenböden, die du nun bekommen hast, auskühlen.
  • Backe auch die Teigreste, lass sie auskühlen und zerbrösele sie fein.

Zubereitung der Creme

  • Verrühre Schmand, Puderzucker und Vanille.
  • Gib in Stücke geschnittene weiche Butter dazu und schlage es zu einer cremigen Masse auf.

Zubereitung der Torte

  • Bestreiche 7 der 8 Tortenböden mit der Creme, bestreue sie mit gerösteten und gehackten Walnüssen und stapele sie aufeinander.
  • Lege den letzten Tortenboden darauf und bestreiche ihn auch mit der Creme. Bestreiche die Torte an den Seiten mit der restlichen Creme.
  • Bestreue die Torte oben und an den Seiten mit den Bröseln und stelle sie ca. 8 Stunden oder über Nacht kalt.

Notizen

  • Die angegebene Mehlmenge für den Teig kann abweichen. Portionsweise soviel Mehl hinzufügen, bis ein weicher Teig entsteht.
  • Alkohol für den Teig kann man weglassen.
  • Die Puderzuckermenge für die Creme kann man nach Geschmack anpassen.
  • Als Vanille für die Creme geht unter anderem Vanilleschote** ausgekratzt, Vanillezucker oder Vanilleextrakt.
  • Beachte die ausführlichen Tipps und Tricks für die Zubereitung der Honigtorte "Winni Puch" oben im Beitrag.

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